Herr, unser Gott,

die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem.

Mögen wir, die wir nur Unannehmlichkeiten haben,
an die denken, deren Leben auf dem Spiel steht.

Mögen wir, die wir keine Risikofaktoren haben,
uns an die Schwachen erinnern.

Mögen wir, die wir den Luxus haben,
von zu Hause aus arbeiten zu können,
an diejenigen denken, die sich entscheiden müssen,
ob sie ihrer Gesundheit den Vorrang
geben oder dem Verdienst,
so dass sie die Miete bezahlen können.

Mögen wir, die wir die Flexibilität haben,
für unsere Kinder zu sorgen,
wenn ihre Schulen schließen,
auch an die denken, die keine Möglichkeiten haben.

Mögen wir, die wir unsere Reisen absagen müssen,
auch an die denken, die keinen sicheren Ort haben,
an den sie gehen können.

Mögen wir, die wir im Tumult des Wirtschaftsmarktes
unseren Gewinn verlieren,
an die denken, die überhaupt keinen Spielraum haben.

Mögen wir, die wir uns zu Hause
mit einer Quarantäne zufriedengeben,
an die denken, die gar keine Heimat haben.

Jetzt, da die Angst unser Land erfasst hat,
sollten wir uns für die Liebe entscheiden.

Amen