Die Solarstromanlage auf dem Dach des Gemeindehauses

 

 

Sonnenscheinreichstes Jahr seit Inbetriebnahme 2005

Seit November 2005 erzeugt auf dem Dach des Gemeindehauses eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) Solarstrom. Die Anlage ist vom Stadtpark oder von der August-Bebel-Straße aus gut erkennbar.

Im Sommer und Herbst des Jahres 2005 hatte sich der damalige Kirchenvorstand  wiederholt mit Fragen der Errichtung einer derartigen Anlage beschäftigt. Mit der vorhandenen Neigung des Daches von 30° und dessen Ausrichtung exakt nach Südosten waren nahezu ideale Voraussetzungen für die Solarstromerzeugung vorhanden. Als christliche Kirchengemeinde wollten wir aktiv ein Beispiel für praktizierten Umweltschutz geben und nicht nur über den dringend erforderlichen sorgsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen schwafeln. Pfarrer Kramer erklärte sich bereit, die Anlage zu betreiben.

Graphische Darstellungen

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Leistungsentwicklung  Monatsvergleich

 

 

Nach Klärung der Finanzierung wurde die Fa. WKS Saalfeld beauftragt vierzig Schüco – Solarmodule eines japanischen Produzenten á 125 Wp (Wattpeak = theoretische Leistung unter Idealbedingungen) auf dem Dach izu installieren. Im November  ging die Anlage an das Netz . Der damit erzeugte Gleichstrom wird zu einem im Keller installierten Wechselrichter geleitet, in Wechselstrom konvertiert und nach Erfassung der Strommenge in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Die Anlage läuft nunmehr seit über 84 Monaten störungs- und wartungsfrei. Die Stromerträge lagen bislang immer über den vom Projektanten abgegebenen Prognosen und fallen keinesfalls schlechter aus als bei Anlagen im wesentlich sonnenscheinreicheren Süden Deutschlands. Dies spricht für die Qualität der verwendeten Solarmodule. Der spezifische Stromertrag lag in den beiden letzten Betriebsjahren über 1000 kWh je installiertem kWp. Die zwei letzten Betriebsjahre sind damit die ertragsreichsten seit Inbetriebnahme der Anlage im Herbst 2005.

Nach 84 Monaten wurden mit der Anlage 33.877 kWh Wechselstrom umweltfreundlich aus Sonnenlicht erzeugt. Die Umwelt wurde dadurch um mehr als 25 t Kohlendioxid entlastet. Im Übrigen entspricht die erzeugte Strommenge in etwa der Strommenge, die eine vierköpfige Familie im gleichen Zeitraum verbraucht. Von den Stadtwerken wurde der eingespeiste Strom mit insgesamt 18.298 € (Nettobetrag) vergütet.

Momentan kann davon ausgegangen werden, dass die Anlage nach weiteren 4 bis 5 Betriebsjahren so viel Strom produziert hat, dass die Investitionskosten wieder eingespielt sind. Auf die voraussichtliche Lebensdauer der Anlage projiziert, werden aller Voraussicht nach dann mehr als 100.000 kWh generiert worden sein.

Selbst wenn ein Betreiber seine Anlage über einen Kredit finanziert, kann er noch eine ordentliche Verzinsung des investierten Kapitals erzielen. Durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau werden für die Errichtung von Anlagen zur Solarstromerzeugung sehr zinsgünstige Kredite mit einer Laufzeit von 10 oder 20 Jahren bereitgestellt. Damit ist sichergestellt, dass jeder, dem der Umweltschutz ein echtes Anliegen ist, sich auch aktiv in entsprechende Maßnahmen einbringen kann. Leider reden viele Menschen in unserer Stadt nur über das Thema Umweltschutz und handeln nicht. Wahlprogramme, die nie realisiert werden oder die unverbindliche Aufforderung „man müsse mehr für den Umweltschutz tun“ (wobei mit „man“ immer der Andere gemeint ist), helfen beim Schutz der Umwelt und dem sorgsamen Umgang mit den Resourcen unserer Erde nicht weiter. Es ist das tatkräftige Handeln jedes Einzelnen erforderlich. Wir als katholische Kirchengemeinde wollten mit dieser Anlage auch ein sichtbares Zeichen setzen, dass der sorgsame Umgang mit der Schöpfung Gottes nicht nur ein Lippenbekenntnis ist.

 

 
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